Hausärztliche Versorgung

in der Stadt Nastätten
Aktuelle Situation:

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

wie sicherlich die meisten mitbekommen haben, wird das seit langem diskutierte und erkannte Problem der hausärztlichen Versorgung in und um Nastätten diskutiert. Dies wurde zuletzt verstärkt, da mehrere Ärzte zum Teil relativ ad hoc das Ende ihrer praktischen Berufsausübung bekannt gaben. Leider hatten Stadt und Verbandsgemeinde darüber keine frühzeitige Kenntnis.

Nachdem ich nach der Amtseinführung von den Gerüchten um die Schließung von Praxen gehört habe, habe ich alle Ärzte in Nastätten angeschrieben, um mir ein eigenes Bild darüber zu machen und nicht Gerüchte breit zu treten. Somit war ab dem 11. September erst fundiert bekannt, wie prekär die Situation sich entwickelt, denn in dieser Veranstaltung wurde die Schließung der Praxis Rothländer/Junker bereits zum 31. Oktober verkündet. Es gab nach weiteren Gesprächen zur Lage auch unmittelbar darauf Kontakt zur Kassenärztlichen Vereinigung (KV), um die Lage und die Lösungsmöglichkeiten zu erörtern.

Leider entstand ab dem 14. Oktober in den sozialen Netzen eine teils sehr unsachliche Diskussion, die auch bedauerlicherweise mit sehr viel Halbwissen und weiteren Gerüchten aufgewartet hat. Auch etablierte sich der Vorwurf, dass die Kommunalpolitiker nichts tun würden und sich nicht für die Belange der Bürgerinnen und Bürger einsetzen. Anhand einer Chronologie auf unserer Homepage unter www.nastaetten.de (-> Hausärztliche Versorgung) können Sie sich dazu selbst ein Bild machen - ich kann Ihnen versichern, dass dies nur ein Auszug und nur die prägnantesten Termine und Aktivitäten sind. Das Thema hat uns alle nahezu rund um die Uhr beschäftigt. Ich möchte auch die enge Zusammenarbeit mit unserem VG-Bürgermeister betonen und hervorheben, dass alle anderen Ortsbürgermeister, VG und Stadt bzw. Stadtrat hier an einem Strang ziehen

Was bleibt, ist unsererseits alle Hebel in Bewegung zu setzen und mit lösungsorientierten Gesprächen die KV und die Bundespolitik dazu zu bewegen, die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Arbeitsbedingungen für Land-/Hausärzte zu optimieren. Leider sind wir in diesem Fall selbst nur bedingt handlungsfähig, was die Umsetzung von Lösungen angeht. Ungeachtet dessen, setzen wir uns aber als ständiger Antreiber für unsere Region ein. Der beigefügte Forderungskatalog soll Ihnen verdeutlichen, dass wir fachlich fundierte Lösungsvorschläge und Forderungen im Gespräch an die KV herangetragen haben. Dies löst nicht alle Probleme. Am Thema müssen wir dranbleiben. Aber es kann die aktuelle Lage zu Ihrem Wohl entzerren. Ebenso habe ich auf der Stadtratssitzung am 23. Oktober angekündigt, eine Bürgerversammlung abzuhalten, sobald ich finale Antworten der Entscheidungsträger und hier also insbesondere der KV habe.

Ich bitte um Ihr Verständnis, dass ich mich in den Diskussionen in den sozialen Netzwerken nicht mit Wasserstandsmeldungen und Spekulationen beteiligt habe. Ich denke, es ist in Ihrem Sinne, dass ich sachlich und konsequent im Hintergrund gearbeitet habe und mit Fakten an die Öffentlichkeit gehe. Spekulationen, Halbwahrheiten oder gar Gerüchte schüren lediglich Ängste - und das ist das Letzte, was wir in der Situation brauchen. Deshalb widme ich mich aber auch ohne Facebook der Sache mit genauso viel Herzblut und glauben Sie mir, ich bin genauso verärgert und enttäuscht über die Situation wie Sie und scheue nicht davor, die Missstände klar und unmissverständlich an die Verantwortlichen heranzutragen! Die Terminierung der Bürgerversammlung werde ich rechtzeitig bekannt geben.

Lassen Sie uns gemeinsam an Lösungen arbeiten und uns nicht auf sozialen Netzwerken o.ä. diffamieren und angreifen! Wir sitzen hier alle in einem Boot. Die Situation ist keinem egal und Sie können sich denken, dass jedem einzelnen eine gute ärztliche Versorgung am Herzen liegt. Dementsprechend agieren wir.
Gemeinsam, sachlich und fundiert zum Wohle unserer Region.

Marco Ludwig

Ihr Stadtbürgermeister

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