Herbsttipp: Schon jetzt an die Hummeln denken!

Der Herbst ist Pflanzzeit für viele Frühlingsblüher, mit denen wir vorsorgen, dass die Hummeln im Frühjahr leichter überleben können.

In Deutschland gibt es ungefähr 30 verschiedene Arten von Hummeln. Sie bilden sogenannte Kleinstaaten, in jedem Jahr neu, und leben nicht solitär wie viele Wildbienenarten. Sie sind ausgezeichnete Bestäuber von Pflanzen und werden heute auch in den Gewächshauskulturen als Bestäuber eingesetzt.

Das gesamte Hummelvolk stirbt bis auf die Jungköniginnen im Herbst ab. Diese benötigen nach der Überwinterung geeignete Nistplätze und ein gutes Nahrungsangebot. Als Nistplätze bevorzugen die Hummelköniginnen alte Mauselöcher, Totholzhaufen, Steinspalten und Trockenmauern, in Einzelfällen auch Vogelkästen.

Im Gegensatz zu den Wildbienen sind die Hummeln schon ab 2 Grad aktiv, in Einzelfällen schon ab Ende Februar. Um die Staatenbildung voranzutreiben, benötigt die Hummelkönigin im zeitigen Frühjahr ausreichende Nahrungsangebote in der Nähe ihres Nestes. Sie darf das Nest nämlich nicht lange für die Futtersuche verlassen, weil sie ihre ersten Eier durch Warmhalten selbst ausbrüten muss. Aus ihnen schlüpfen die ersten Arbeiterinnen, die nach ca. 3 Wochen die Brutpflege und Nahrungssuche übernehmen.

Geeignete Futterquellen stellen die Frühjahrsblüher wie Krokusse, Winterlinge, Lungenkraut und Lerchensporn dar, die jetzt gesetzt werden müssen. Wichtige Pollen- und Nektarspender sind auch Weiden, Kornelkirschen, Winterblühende Schneeball-Sträucher und viele Obst- und Beerengehölze.

Für den Sommer empfiehlt es sich, wie für die Bienen, neben Kräutern, wie Salbei, Lavendel, Oregano und Thymian, blühreiche Wiesen zu schaffen. Hier gibt es gute Saatmischungen, die jeder in seinem Garten ausbringen kann, um so dem Artensterben entgegenzuwirken. Die Projektgruppe ist gerne bereit, in Einzelfällen zu beraten.

Magnus Rabbe


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